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Rubrik: News
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Publiziert: 03.02.2003 06:00

276 ETH-Doktorierende promoviert
Startschuss für „Doktor der Wissenschaften“

(nst) Die ETH Zürich führt einen neuen, einheitlichen Doktortitel ein. Wer ab diesem Jahr eine Doktorarbeit an der ETH beginnt, wird seine Arbeit mit dem Titel „Doktor bzw. Doktorin der Wissenschaften“ (Dr. sc. ETH Zürich) abschliessen. Bisher hat die ETH Zürich drei verschiedene Doktortitel verliehen. Je nach Fachrichtung lautete er „Doktor der Naturwissenschaften“ (Dr. sc. nat.), „Doktor der Technischen Wissenschaften“ (Dr. sc. techn.) oder „Doktor der Mathematik“ (Dr. sc. math.).

Stichtag 1. Januar

Alle Promovierten, die ihre Dissertation vor Jahresbeginn beendet haben, erhalten noch einen der drei bisherigen Titel. In der Übergangsphase können die Doktorandinnen und Doktoranden zwischen alter und neuer Version wählen. Den „Doktor der Wissenschaften“ (Dr. sc. ETH Zürich) erhalten alle, die ihre Arbeit nach dem 1. Januar begonnen haben. Wer seine Doktorarbeit vor 2003 begonnen hat, wird bei seinem Abschluss den Titel nach altem oder neuem Recht wählen können. Alle, die bereits letztes Jahr abgeschlossen haben, erhalten noch einen der drei alten Titel. Nach altem Recht erworbene Titel bleiben erhalten und werden nicht angepasst.

Trend zum Einheitlichen

„Die Wissenschaften haben eine derart grosse Vielfalt angenommen, dass heute das Bedürfnis dominiert, im erworbenen Titel das Vereinigende auszudrücken“, erklärt gegenüber ETH Life ETH-Rektor Konrad Osterwalder den Wechsel zur einheitlichen Bezeichnung. Beim neuen „Dr. sc. ETH Zürich“ sei nun eben der Umstand, dass der Grad an der ETH erworben wurde, das gemeinsame Merkmal. Kann der ETH-Verantwortliche für die Lehre aber nachvollziehen, dass es Leute gibt, die den differenzierten Doktortiteln nachtrauern? – Hat doch die akademische Tradition diesen „Brands“ viel Prestige verschafft, auf das mancher nicht leichtfertig verzichten möchte. „Ja, ich habe Verständnis dafür, und man soll und muss auch weiterhin auf seinen Doktor der Mathematik, der Technischen oder Naturwissenschaften stolz sein“, so Osterwalder. Die ETH wolle jedoch einem gesellschaftlichen Anliegen Rechnung tragen. „Die Gesellschaft verlangt Hochschul-Absolventen, die erstens wissenschaftlich zu denken gelernt haben und zudem Experten in einem Fachbereich sind. Früher war es eher umgekehrt“, meint der ETH-Rektor.


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An der Promotionsfeier überreichte ETH-Rektor Konrad Osterwalder (mitte, mit Rektorenkette) persönlich die Diplome. gross

„Zürich“ oder „Zurich“

Etwas spitzfindig, aber dennoch bedenkenswert erscheint der Einwurf, dass mit der Bezeichnung „Dr. sc. ETH Zürich“ ein deutscher Umlaut in den Titel kommt, der etwas quer steht zu einem anderem Trend: nämlich dem Trend zum Gebrauch des Englischen in der „Scientific Community“. „Die ü-Pünktchen stehen zwar so in der neuen Doktoratsverordnung“, sagt Konrad Osterwalder dazu. „Aber es steht allen frei, auf ihrer Visitenkarte ‚Zürich’ so zu schreiben, wie es ihm oder ihr beliebt. Der Titel wird einem deswegen nicht aberkannt.“

Zwölf ETH-Medaillen

79 ETH-Absolventinnen und 197 ETH-Absolventen erhielten am Freitag Abend von Rektor Konrad Osterwalder ihre Doktorurkunden. Zwölf Doktoranden sowie zwei Doktorandinnen wurden zudem für ihre hervorragenden Arbeiten mit der ETH-Medaille ausgezeichnet. 160 Dr. sc. nat., 106 Dr. sc. techn. und 10 Dr. sc. math. wurden vergeben. Mit 51 und 48 Absolventinnen und Absolventen stellen das Departement Biologie und das Departement Chemie die grössten Anteile.




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