Blauzungenkrankheit

Häufig gestellte Fragen: Blauzungenkrankheit

Was ist die Blauzungenkrankheit?
Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende, von Insekten übertragene Viruserkrankung von Hauswiederkäuern und wild lebenden Wiederkäuern. Zurzeit sind 24 Serotypen des Virus bekannt. Die Virulenz der verschiedenen Virusstämme und die durch sie verursachte Sterblichkeitsrate variieren erheblich. Der im August 2006 in nordeuropäischen Ländern entdeckte Virusstamm war der Serotyp 8, der früher in Südafrika und Indien festgestellt worden war.

Bedroht die Blauzungenkrankheit die öffentliche Gesundheit oder die Lebensmittelsicherheit?  
Die Blauzungenkrankheit befällt Menschen nicht, und es besteht keine Gefahr, dass die Krankheit durch Fleisch oder Milch übertragen oder verbreitet wird.

Wann brach die Blauzungenkrankheit in Nordeuropa aus?
Die Blauzungenkrankheit ist normalerweise auf die südlicheren Teile Europas wie z.B. die Balearen, Sardinien, Sizilien, Korsika und einige Regionen von Italien, Spanien, Frankreich und Portugal beschränkt. Im August 2006 wurde von den niederländischen Behörden der allererste Ausbruch über dem 50. nördlichen Breitengrad gemeldet. Es folgten Berichte über neuerliche Ausbrüche aus Belgien, Deutschland und Frankreich.

Welche Rolle hat die EFSA hinsichtlich des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit in Nordeuropa inne?
Die EFSA verfolgt die Entwicklung der Situation zwar aufmerksam, indem sie sämtliche Daten und Informationen über die Krankheit sammelt, beteiligt sich selbst jedoch nicht an Aktivitäten des Risikomanagements. Die Hauptaufgabe der EFSA als Organisation besteht darin, den EU-Behörden, insbesondere der Europäischen Kommission, und den EU-Mitgliedstaaten wissenschaftliche Unterstützung und Fachwissen über die Krankheit zur Verfügung zu stellen. Das Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) der EFSA tagte am 7. und 8. September 2006, um die jüngsten Entwicklungen zu erörtern, und beschloss, eine vorläufige wissenschaftliche Mitteilung für die Kommission und die Mitgliedstaaten herauszugeben. Diese Mitteilung unterstreicht die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der aktuellen Situation, das durch Beiträge aller Mitgliedstaaten, die von der Blauzungenkrankheit betroffen sind und Risikobewertungen infolge von Ausbrüchen durchgeführt haben, gefördert würde. Die EFSA hat deshalb die Mitgliedstaaten gebeten, bei der Datenerhebung mit ihr zuammenzuarbeiten sowie nationale Risikobewertungen über die in der letzten Zeit aufgetretenen Ausbrüche der Blauzungenkrankheit vorzulegen. Diese Zusammenarbeit wird ein einheitliches und umfassendes europäisches Konzept ermöglichen, das zum besseren Verständnis der Dynamik und der Verbreitungsmuster dieser Krankheit beitragen kann.

Welche Rolle hat die Kommission hinsichtlich des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit inne?  
Die Europäische Kommission ist für das Risikomanagement verantwortlich, d.h. sie beteiligt sich in Koordination mit den Mitgliedstaaten daran, die Krankheit durch Bekämpfungsmaßnahmen, Überwachung usw. unter Kontrolle zu bringen und einzudämmen.  

Weitere Informationen über ihre Aktivitäten finden Sie unter folgenden Links:

Blauzungenkrankheit und die Europäische Kommission (einschließlich Pressemitteilungen, Fragen und Antworten, eingeleitete Bekämpfungsmaßnahmen): http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/bluetongue_en.htm 
Tierkrankheiten:  http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/index_en.htm
Control Measures: http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/index_en.htm